Glückwunsch von Welterbe zu Welterbe
// Juli 7th, 2008 // Welterbe
Während die Politiker im Unesco-Welterbe Mittelrhein weiterhin für eine Brücke buhlen (bitte nicht verwechseln mit Dresden, die buhlen nicht mehr, sondern streiten nur noch), ist die Liste der Welterbestätten in Deutschland um eine Attraktion reicher. Sechs Berliner Siedlungen wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Das begehrte Zertifikat erhalten: die Hufeisensiedlung Britz, die Wohnstadt Carl Legien, die Siedlung
Schillerpark, die Gartenstadt Falkenberg, die Großsiedlung Siemensstadt
und die sogenannte Weiße Stadt in Reinickendorf. Dabei handelt es sich
um Wohnsiedlungen von Architekten wie Bruno Taut, Hans Scharoun und
Walter Gropius. Ausführliche Informationen gibt es hier. Zumindest eine Brücke muß dort nicht gebaut werden.



Wird die Brücke über den Mittelrhein wirklich gebaut, darf schon die Frage gestellt werden, was der Status des Weltkulturerbes eigentlich wert ist. Die vielen guten Gründe für die Brücke kann ich gut verstehen. Ich weiß zu differenzieren. Dass ein Brückenschlag über dieses Tal aber das wertvollste Gut der Landschaft, die Landschaft selbst nämlich, beschädigt, ist ein weit gewichtigeres Argument als es zunächst scheint. Nicht immer dürfen ökonomische Erwägungen Priorität haben.
In meinem Blog habe ich mich ausführlich mit der Thematik befasst:
http://tonwertkorrekturen.wordpress.com/2009/05/14/brueckenschlag/
Godwi